Woher unsere Schuldaten kommen – und wo sie an ihre Grenzen stoßen
Welche Quellen hinter den rund 5.900 Schulen auf schulblick.at stehen, warum wir „unbekannt“ schreiben statt zu raten, und was wir noch nicht wissen.
Florian 5 Min. Lesezeit
Ein Schulverzeichnis ist nur so viel wert wie die Daten dahinter. Deshalb hier offen: woher unsere Angaben stammen, wie wir sie zusammenführen, und was wir schlicht nicht wissen.
Die Quellen
Statistik Austria liefert das Rückgrat. Jede Schule in Österreich ist dort mit ihrer Schulkennzahl (SKZ), Schulart, Gemeinde und Position erfasst – rund 5.750 Einträge. Das ist die Liste, gegen die wir alles andere abgleichen.
Stadt Wien, Vorarlberg, Kärnten, Stadt Salzburg und Stadt Graz veröffentlichen eigene Register mit Adressen, Kontaktdaten, teils Betreuungsangeboten und Schülerzahlen.
OpenStreetMap füllt Lücken bei Adressen und Websites, wo sonst nichts steht.
Alle diese Quellen sind offene Daten. Auf Datenquellen steht für jede Quelle, wann wir sie zuletzt abgeglichen haben und wie viele Schulen von dort stammen.
Wie wir zusammenführen
Wenn zwei Quellen dieselbe Schule beschreiben, entscheidet zuerst die Schulkennzahl, dann die Lage. Eine Quelle überschreibt dabei nie die Angaben einer verlässlicheren.
Die Rangfolge:
- Die Schule selbst, nachdem sie ihr Profil übernommen hat
- Amtliche Register
- Die offizielle Schulwebsite
- OpenStreetMap
- Community-Beiträge
Widersprechen sich zwei Quellen, überschreiben wir nicht still, sondern legen den Widerspruch zur Prüfung vor.
„Unbekannt" ist eine Antwort
Auf jedem Profil finden Sie bei der Ausstattung drei Zeichen:
- ✓ vorhanden
- — bestätigt nicht vorhanden
- ? keine verlässliche Information
Das dritte ist das wichtigste. Wenn nirgends steht, ob eine Schule einen Turnsaal hat, schreiben wir „?" – nicht „nein". Eine fehlende Information ist kein fehlendes Angebot.
Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht: Es wäre für uns bequemer, überall ein sauberes Ja/Nein zu zeigen. Nur wäre die Hälfte davon erfunden.
Was wir nicht wissen
Damit Sie unsere Angaben richtig einordnen können, hier die ehrlichen Lücken:
Schwerpunkte, Sprachen und Ausstattung sind in den amtlichen Quellen kaum erfasst. Bei den meisten Schulen steht deshalb „nicht erfasst". Das ist der häufigste Grund, warum ein Vergleich dünn aussieht.
Klassen- und Schülerzahlen haben wir nur für einen Teil der Schulen. Die Zahlen je Schule liegen bei Statistik Austria vor, sind aber in der offen veröffentlichten Fassung nicht enthalten – wir haben angefragt.
Rund 1.300 Schulen haben in keiner unserer Quellen eine Postleitzahl. Wir zeigen dann Gemeinde statt Adresse.
Bewertungen gibt es erst seit Kurzem und entsprechend wenige. Eine Schule ohne Berichte ist keine schlechte Schule, sondern eine, über die noch niemand geschrieben hat.
Was Schulen selbst tun können
Eine Schule kann ihr Profil kostenlos übernehmen und dann Beschreibung, Kontakt, Betreuungsangebot, Schwerpunkte und Ausstattung selbst pflegen. Bestätigte Angaben werden von unseren Datenimporten nicht mehr überschrieben und auf dem Profil als „von der Schule bestätigt" gekennzeichnet.
Das ist der schnellste Weg, aus „nicht erfasst" eine Information zu machen. Mehr dazu unter Für Schulen.
Fehler melden
Wenn Ihnen etwas Falsches auffällt: kontakt@schulblick.at. Wir korrigieren es und – wichtiger – sehen nach, ob der Fehler aus einer Quelle stammt, die noch mehr Schulen betrifft.